Trends & Tipps – Der Kapitalanleger- Blog der PATRIZIA

Altersgerechte Wohnungen – Barrierefrei umbauen

Altersvorsorge mit Immobilien

Bereits heute ist ein Fünftel der deutschen Gesellschaft über 65 Jahre alt. Innerhalb der kommenden 30 Jahre wird sich die Anzahl der Senioren verdoppeln. Mit zunehmender Alterung der Gesellschaft steigt auch der Bedarf an altersgerechten Wohnungen. Durchaus sinnvoll ist es, bestehende Wohnräume bei Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten bereits jetzt seniorenfreundlich umzurüsten.

Ein großer Wunsch vieler Rentner ist es, mit zunehmendem Alter nicht in ein Altersheim gehen zu müssen, sondern im eigenen Zuhause zu altern. Damit dies weitestgehend auch so geschehen kann, müssen Eigentümer ihre Immobilien bereits jetzt vorausschauend umrüsten. Bestehende Mieter können dadurch langfristig gehalten werden und für die zukünftige Selbstnutzung wären die entsprechenden Änderungen getroffen.

Gebäude mit ebenerdigen Zugängen, Rampen, Aufzügen und nach Möglichkeit mit elektrischen Haustüröffnern erleichtern älteren Menschen deutlich das Leben. Der Eingangsbereich von Mehrfamilienhäusern sollte zudem genügend Abstellraum für Rollatoren bieten. Für die Ausstattung der Wohnungen bieten sich rollstuhlgerechte und schwellenarme Übergänge in alle Räume mit überbreiten Türrahmen an. Ebenfalls erhöhen tiefergelegte Fenstergriffe, Schalter oder Regler für Licht oder Heizung sowie Fenster, die auch im Rollstuhl einen Blick in die Außenwelt bieten, die Lebensqualität. In den Bädern ermöglichen absenkbare Waschbecken und bodengleiche, leicht zugängliche Duschen mit Sitzmöglichkeit, rutschfesten Fliesen und gut greifbaren Armaturen oder Haltegriffen gefahrenlose Bewegungsfreiheit. Altersgerechte Assistenzsysteme, etwa Hausnotruf per Knopfdruck oder per Funk gesteuerte Sensoren, die in der Wohnung angebracht sind oder am Körper getragen werden, lösen bei Gasaustritt oder Wasser auf dem Boden beziehungsweise beim Sturz Alarm aus. Sie bieten zusätzlichen Schutz und vermitteln Sicherheit. In Bezug auf die Lage unterstützen infrastrukturelle Merkmale wie zum Beispiel Einkaufmöglichkeiten in direkter Nähe, sehr gute Erreichbarkeit von Ärzten und Apotheken, sowie Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel die Eigenständigkeit der Senioren.

Barrierefreies Wohnen ist kein reines Altersthema. Oftmals haben junge Familien die selben Ansprüche an den Wohnraum wie ältere Menschen, denn Schwellen und Treppen sind beispielsweise auch für Kinderwagen unbequem. Familien, die bereits in jungen Jahren beim Hausbau das Objekt für alle Lebensphasen planen, vermeiden zu einem späteren Zeitpunkt altersbedingte und kostspielige Umbauarbeiten. Rein finanziell gesehen steigert eine flexibel nutzbare Immobilie auch ihren Wert und lässt sich auch leichter wieder verkaufen. Zudem erweist sich die altersgerechte Ausstattung eines Neubaus als deutlich weniger problematisch und teuer als ein späterer Umbau.

Schreiben Sie einen Kommentar. Diskutieren Sie mit!