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Brexit: Folgen des EU-Austritts Großbritanniens für den deutschen Immobilienmarkt

Stuttgart Luftaufnahme

Die Entscheidung für den Brexit hat für viel Verunsicherung an den internationalen Kapitalmärkten gesorgt, die Aktienkurse sind gesunken und auch das britische Pfund hat deutlich an Wert verloren. Seit dieser Entscheidung Ende Juni fragen sich viele Anleger, welche Konsequenzen dies für den deutschen Immobilienmarkt haben wird. Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Immobilienverbands Deutschland (IVD) zeigen, dass viele Experten mit einer verstärkten Nachfrage von ausländischen Investoren nach deutschen Immobilien rechnen.

 

Expertenbefragung zeigt wachsendes Interesse internationaler Kapitalanleger

An der Umfrage des Immobilienverbands Deutschland nahmen rund 500 Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständige teil. Aus den am 3. Juli 2016 veröffentlichten Umfrageergebnissen geht hervor, dass 59 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass internationale Investoren, die bisher in Großbritannien engagiert waren, ihr Interesse vermehrt auf den deutschen Immobilienmarkt richten werden. Und rund 47 Prozent der Branchenexperten vermuten, dass selbst britische Kapitalanleger zukünftig stärker auf dem deutschen Immobilienmarkt investieren werden.

Deutscher Immobilienmarkt gilt als sicherer Hafen

Die Umfrage mache deutlich, dass der deutsche Immobilienmarkt in seiner Funktion als sicherer Hafen bei internationalen Investoren weiter an Bedeutung hinzugewonnen habe, betont Sun Jensch, Bundesgeschäftsführerin des IVD. Deutschland sei als wirtschaftliche Lokomotive Europas nun noch stärker in den Fokus der Immobilieninvestoren gerückt.

Weitere Umfrageergebnisse zeigen: Im Durchschnitt kommen bisher 13 Prozent der Interessenten an deutschen Immobilien aus dem Ausland und rund sieben Prozent aller Kaufabschlüsse wurden mit ausländischen Investoren geschlossen.

Rechtssicherheit und günstige Kaufpreise als Vorzüge des Standorts Deutschland

Britische Investoren haben derzeit einen durchschnittlichen Anteil am deutschen Immobilienmarkt von fünf Prozent. Der Umfrage zufolge liegt dabei der Anteil der Selbstnutzer gegenüben den Kapitalanlegern bei rund 13 Prozent.

Besonders gefragt bei ausländischen Investoren seien laut der Umfrage mit 59 Prozent Mehrfamilien- und Geschäftshäuser, gefolgt von einzelnen Eigentumswohnungen mit 49 Prozent. Als wichtigste Kaufgründe geben die internationalen Investoren die Rechtssicherheit des Immobilienmarkts und die im Vergleich günstigen Kaufpreise in Deutschland an.

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