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Der Energieausweis

Berlin_Helmstedter Str. 26

Seit die Energieeinsparverordnung (EnEV) eingeführt wurde, ist der Energieausweis für Neubauten Pflicht. Und auch bei umfangreicheren Sanierungen oder einem Verkauf von Haus oder Wohnung kommt man seit dem 1. Mai 2014 nicht ohne ihn aus. Der Energieausweis informiert auf übersichtliche Art darüber, wie viel Energie die Immobilie verbraucht. Als Immobilienbesitzer kann man sich zwischen zwei verschiedenen Ausweisarten entscheiden. Für den Verbrauchsausweis wird der tatsächliche Energieverbrauch der vergangenen Jahre herangezogen. Der Bedarfsausweis fußt auf einer technischen Analyse des Gebäudes und auf einer Berechnung, die nach bestimmten Normen erfolgt.

Den Energieausweis richtig lesen

Ein Energieausweis gibt prinzipiell gute Informationen über den Energieverbrauch einer Immobilie. Leider sind die darin genannten Werte nicht unbedingt für jeden verständlich. Welche Information an welcher Stelle steht und mit welchen Heizkosten man in der neuen Immobilie rechnen muss, erfahren Kaufinteressenten und Eigentümer in diesem Artikel. Jeder Energieausweis, egal ob Verbrauchs- oder Bedarfsausweis, besteht immer aus fünf Seiten. Auf Seite 1 des Dokumentes findet man allgemeine Angaben zum Gebäude, wie Adresse, Anzahl der Wohnungen, Baujahr und Infos zu den Energieträgern für Heizung und Warmwasser sowie seit 1. Oktober 2009 auch Aussagen zur Nutzung erneuerbaren Energien und dem installierten Lüftungskonzept. In einem extra Kasten ist vermerkt, ob es sich um einen Bedarfs- oder Verbrauchsausweis handelt.

Der errechnete Energieverbrauch

Beim Bedarfsausweis steht der errechnete Energieverbrauch auf der zweiten Seite, beim Verbrauchsausweis ist er erst auf der dritten Seite zu finden. Hier kann man auf einer Farbskala von grün bis rot ablesen, wie hoch der Energiebedarf des Gebäudes ist. Ein Wert im grünen Bereich ist gut. Niedrigenergiehäuser weisen meist Werte im grünen Bereich aus. Etwas ältere Gebäude, vor allem unsanierte, erkennt man durch Werte im roten Bereich. Auf der Farbskala sind zusätzlich die Zahlen von 0 bis 250 zu sehen. Hier wird der Energieverbrauchs- bzw. Energiebedarfskennwert in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr angegeben. Allgemein wird geraten, sich an der Zahl 100 als höchsten Grenzwert zu orientieren, der gerade noch im grünen Bereich liegt.

Energieeffizienzklassen

Auf den seit dem 1. Mai 2014 ausgestellten Energieausweisen wird die Skala von grün über gelb bis rot mit Energieeffizienzklassen von A+ bis H ergänzt. Die Klasse A+ repräsentiert annähernd den Standard eines Passivhauses, die Klasse A entspricht dem Niveau der Energieeinsparverordnung für Neubauten ab 2016. In die Klasse H fallen dagegen Häuser, die seit mehreren Jahrzehnten nicht saniert wurden.

 

 

 

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