Trends & Tipps – Der Kapitalanleger- Blog der PATRIZIA

Die Hausverwaltung: Ihre Aufgaben, Rechte und Pflichten

paper work

Die Verwaltung eines Mehrfamilienhauses ist Teil eines umfassenden Immobilienmanagements und erfordert vielfältige Kenntnisse und Erfahrungen im Miet- und Wohnungseigentumsrecht, z.B. in der kaufmännischen Verwaltung, in der Finanzverwaltung oder in der Koordination der Haustechnik. Die Beauftragung eines professionellen Dienstleisters für die Hausverwaltung ist vor allem bei Mehrfamilienhäusern nützlich. Sie gibt der Eigentümergemeinschaft ein hohes Maß an Sicherheit und hilft, mögliche Konflikte zwischen den Miteigentümern zu vermeiden.

 

Rechtliche Grundlagen

Die Aufgaben eines Hausverwalters sind nicht gesetzlich vorgeschrieben und können im sogenannten Hausverwaltervertrag zwischen der Eigentümergemeinschaft eines Mehrfamilienhauses und dem beauftragten Hausverwalter vereinbart werden. Der Umfang der zu erbringenden Leistung kann unterschiedlich definiert werden. Es gibt jedoch rechtliche Grundlagen, die beim Abschluss eines solchen Vertrages beachtet werden müssen. Hierzu zählen die Bestimmungen des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG), die Regelungen der Teilungserklärung und der Gemeinschaftsordnung sowie die Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft und des BGB.

 

Vorschriften des WEG

Im Wohnungseigentumsgesetz hat der Gesetzgeber die Rechte und Pflichten einer Hausverwaltung umrissen. Diese können von der Eigentümergemeinschaft nicht eingeschränkt werden. Zu den wichtigsten Befugnissen des Hausverwalters gehören, die Beschlüsse der Wohnungseigentümer durchzuführen, für die Einhaltung der Hausordnung zu sorgen, Instandhaltungen des gemeinschaftlichen Eigentums zu organisieren und die Gelder der Eigentümergemeinschaft zu verwalten.

 

Breites Aufgabenspektrum

Darüber hinaus ist der Verwalter berechtigt im Namen der Wohnungseigentümer alle Zahlungen vorzunehmen, die mit dem Betrieb des gemeinschaftlichen Eigentums zusammenhängen. Zudem kann er gerichtlich und außergerichtlich Ansprüche der Eigentümergemeinschaft gegen Dritte geltend machen. Zu den kaufmännischen Tätigkeiten eines Hausverwalters gehören z.B. die Erstellung der Nebenkostenabrechnung oder die Überwachung der Mietzahlungen. Im technischen Bereich überwachen Hausverwaltungen oft Heizungs-, Klima- und sicherheitstechnische Anlagen.

 

Der Hausverwaltervertrag

Die Grundlage aller Aktivitäten des Hausverwalters ist der sogenannte Hausverwaltervertrag. In ihm werden die Aufgaben, Rechte und Pflichten verbindlich beschrieben. Er gibt Auskunft über die vertragsschließenden Parteien, über die Dauer des Vertragsverhältnisses und die Kündigungsfristen. Ebenso regelt er die Haftung und die Vergütung des Verwalters.

Schreiben Sie einen Kommentar. Diskutieren Sie mit!