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Die Mietrendite richtig gerechnet

Aktienkurse analysieren

Bevor die Wohnung gekauft wird, sollte man Klarheit über die Rendite haben und dabei folgendes beachten.

Die Bruttomietrendite ist das Verhältnis der Jahresmiete (Kaltmiete ohne Betriebskosten) zum Kaufpreis. Sie liegt bei Eigentumswohnungen im Schnitt zwischen 3 und 5 Prozent und bei manchen Objekten sogar noch höher – Renditeobjekt.

Wichtiger noch als die Bruttomietrendite ist die anfängliche Nettomietrendite. Um sie zu berechnen, müssen Sie im ersten Schritt zunächst die Kaufnebenkosten dem Preis zugeschlagen werden. Ohne Makler sind die Kaufnebenkosten rund 5 Prozent des Kaufpreises (3,5 Prozent Grunderwerbsteuer [Bundesland abhängig] und 1,5 Prozent für Notar- und Grundbuchgebühren. Beim Kauf über einen Makler kommen 3,5 bis 7 Prozent Provision hinzu. Bei PATRIZIA werden alle Wohnungen übrigens provisionsfrei verkauft.

Im zweiten Schritt müssen von der Nettokaltmiete die Verwaltungs- und die Instandhaltungskosten abgezogen werden, die der Eigentümer nicht auf die Miete umlegen kann. Das sind rund 200 bis 250 Euro pro Jahr für die Hausverwaltung und 6 bis 10 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr für die Instandhaltung. Für eine genaue Kalkulation lassen sich Kaufinteressenten hier die Verwalterabrechnungen der letzten Jahre aushändigen. Die Nettomietrendite ergibt sich dann als Verhältnis des Jahresreinertrags zu den Gesamtkosten.

Brutto- und Nettomietrendite Beispiel

Kaufpreis: 100 000 Euro für 50qm
+ Nebenkosten (Grunderwerbsteuer [3,5%], Makler [5%], Notar- und Grundbuchkosten [1,5%]): 10 000 Euro
= Investitionskosten: 110 000 Euro

Nettokaltmiete pro Jahr: 5 000 Euro
– Verwaltungskosten pro Jahr: 250 Euro
– Instandhaltungskosten pro Jahr: 350 Euro [€ 7,-/qm bei 50qm]
= Jahresreinertrag: 4 400 Euro

Nettokaltmiete pro Jahr: 5 000 Euro
./. Kaufpreis: 100 000 Euro
= Bruttomietrendite: 5,0 Prozent

Jahresreinertrag: 4 400 Euro
./. Investitionskosten: 110 000 Euro
= Nettomietrendite: 4,0 Prozent

| am 1. August 2011, 22:52 Uhr

Die Formel ist jetzt wirklich nichts Neues. Aber es ist interessant, dass man sich beim Jahresertrag doch ab und zu leicht verrechnen kann. Mir ist das z.B. bei den Instandhaltungskosten passiert, aber die sind auch höher als Sie hier angeben. Da muss ich wohl nochmals bei meiner WEG nachhaken. Danke für den Hinweis. DB

| am 12. August 2011, 14:55 Uhr

Na so schlecht ist das mit der Netto und Bruttorendite jetz nicht, da viel Verkäufer gerne nur die Bruttomietrendite einen nennen. danke, ich werde mehr aufpassen.

| am 2. Dezember 2011, 10:45 Uhr

[…] meisten Menschen assoziieren mit „Rendite“ generell etwas Positives. Er steht synonym für Begriffe wie Verzinsungssatz, Kapitalverzinsung […]

| am 15. Juni 2012, 13:56 Uhr

[…] Immobilien, die hinsichtlich Ausstattung, Lage und Bauqualität vergleichbar sind, ist die Mietrendite eines der wichtigsten Auswahlkriterien. Sie ist die Rendite, die ein Eigentümer mit der Vermietung […]

| am 27. August 2017, 17:06 Uhr

Guter Hinweis, aber ich hätte mir mehr Informationen zu einer gesunden Rendite gewünscht. Allerdings sollte man die Wertsteigerung auch nicht vergessen, die deutlich höher sein kann

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