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Die wichtigsten Nebenkosten beim Immobilienkauf

baufinanzierung

Wer eine Immobilie kauft, muss bei der Finanzierung mit einigen Nebenkosten rechnen. Die Wohnung oder das Haus verursachen natürlich den weitaus größten Teil der Ausgaben, aber auch die Nebenkosten summieren sich zu einem Betrag, den man nicht unterschätzen sollte: Fiskus, Notar und Amtsgericht halten die Hände auf und meist wird noch eine Provision für den vermittelnden Makler fällig. Neben den einmaligen Anschaffungskosten kommen auf den neuen Immobilienbesitzer noch zusätzliche laufende Kosten zu, beispielsweise für Versicherungen oder die Hausverwaltung.

Die Notar- und Grundbuchkosten 

Wer eine Immobilie kauft, wird als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen. Gleichzeitig muss der Kaufvertrag von einem Notar schriftlich besiegelt werden. Der Käufer muss für die anfallenden Notariatsgebühren und für seine Eintragung ins Grundbuch beim zuständigen Amtsgericht aufkommen. Zusammen liegen die Notar- und Grundbuchkosten zwischen 1,5 und 2 Prozent des Kaufpreises. 

Grunderwerbsteuer

Ist die Immobilie gekauft, folgt der Steuerbescheid vom Finanzamt über die anfallende Grunderwerbsteuer. Ihre Höhe ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich und liegt zwischen 3,5 (in Bayern und Sachsen) und 6,5 Prozent (zum Beispiel im Nordrhein-Westfalen). Sie wird auf den gesamten Kaufpreis für das Grundstück und das Gebäude fällig.

Maklerprovision

Immobilienkäufer, die ihre neuen vier Wände über einen Makler vermittelt bekommen haben, müssen dafür meist eine Maklerprovision zwischen 3 und 7,14 Prozent des Kaufpreises bezahlen. Ihre Höhe und welchen Anteil jeweils Käufer und Verkäufer zahlen, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Seit 2015 das umstrittene Bestellerprinzip eingeführt wurde, bezahlen in den meisten Bundesländern Käufer und Verkäufer die Provision gemeinsam. Dies gilt allerdings nicht für Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen und Hamburg. Dort zahlt in der Regel nach wie vor nur der Käufer die anfallende Courtage.

Sparpotentiale bei der Grunderwerbsteuer nutzen

Für die Höhe der Grunderwerbsteuer ist nur der reine Immobilienwert relevant. Für Inventar, wie beispielsweise eine Einbauküche, ein Heizöltank oder eine Sauna, ist keine Grunderwerbsteuer zu zahlen. Deshalb lohnt es sich, die Hausbestandteile im Notarvertrag einzeln aufzuführen und somit aus dem Kaufpreis des Hauses herauszurechnen, was die fällige Grunderwerbsteuer reduziert. Kostet ein Haus beispielweise 400.000 Euro, wovon 40.000 Euro auf die Innenausstattung entfallen, sparen die Käufer auf diese 40.000 Euro bei einem Grunderwerbssteuersatz von 3,5 Prozent zwischen 1.400 und 2.600 Euro.

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