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Frist für Rauchmelder läuft aus

Ein Rauchmelder kann Leben retten.

Bei Wohnungsbränden sterben in Deutschland leider immer noch jedes Jahr über 600 Menschen. Die meisten von ihnen erliegen nicht den Flammen selbst, sondern werden nachts von Kohlenmonoxid oder anderen Brandgasen vergiftet, da im Schlaf das menschliche Geruchsempfinden ausgeschaltet ist. Für Neubauten gilt in den meisten Bundesländern seit dem 1. Januar 2013 eine Rauchmelderpflicht. Die Frist für die Nachrüstung von Bestandsbauten endet am 31. Dezember 2017.

Wie Rauchmelder funktionieren

Rauchmelder messen über Sensoren die Lichtstreuung im Raum. Steigt die Anzahl der Rauchpartikel, meldet sich der Rauchmelder durch nicht überhörbares Hupen oder Piepen. Die Bewohner werden dadurch gewarnt und können einen größeren Brand ggf. verhindern bzw. rechtzeitig aus der Wohnung fliehen. Zum Betrieb benötigt das Gerät eine Neun-Volt-Batterie, die laut Empfehlung der Feuerwehr fünf Jahre halten sollte. Da Rauchmelder die Veränderung der Lichtstreuung im Raum messen, können sie auch bei dichtem Tabakrauch oder hoher Staubentwicklung anschlagen und somit einen Fehlalarm auslösen. Aus diesem Grund werden häufig Wärmemelder angeboten, die erst bei einer erhöhten Lufttemperatur (ab 60 Grad Celsius) Alarm schlagen. Dies kann jedoch oft zu spät sein.

Gut geschützt

Um die Sicherheit zu gewährleisten, sollte bei einer Wohnung mindestens ein Rauchmelder im Flur zwischen Schlaf- und Wohnzimmer plus ein Gerät im Kinderzimmer vorhanden sein. Besser wäre natürlich, in jedem Schlaf- bzw. Wohnzimmer einen eigenen Melder zu montieren. Bei mehrgeschossigen Wohnungen oder Häusern ist mindestens ein Rauchmelder je Etage im Flur erforderlich. Doch auch hier gilt: Optimalen Schutz erhalten Sie, wenn je Schlaf- und Wohnraum ein eigenes Gerät verwendet wird.

Einfache Montage

Montieren Sie den Rauchmelder in der Raummitte, direkt an der Decke und achten Sie darauf, dass zwischen Wänden bzw. Balken oder Möbeln und dem Gerät ein Abstand von 50 bis 60 Zentimeter eingehalten wird. In Räumen mit starker Rauch- bzw. Staubentwicklung (z. B. Hobbykeller) kann es öfter zu einem Fehlalarm kommen. Deshalb wird dort von der Montage abgeraten. Gleiches gilt für Küchen bzw. Bäder mit einer starken Wasserdampfentwicklung. Die meisten Rauchmelder verfügen über eine separate Bodenplatte, die mit zwei Schrauben an der Decke festgeschraubt wird. Der Rauchmelder selbst wird dann nur noch in die Bodenplatte eingehängt.

Was Sie beim Kauf noch beachten sollten

Achten Sie auf das VdS-Prüfzeichen für geprüfte Sicherheit. Zusätzliche Funktionen, wie das Melden einer schwachen Batterie oder ein Testknopf, mit dem die Funktionalität jederzeit geprüft werden kann, sollten ebenfalls vorhanden sein. Gute Geräte sind außerdem mit einem Funksystem ausgestattet (oder nachrüstbar), damit der Alarm drahtlos übermittelt werden kann. Feuerwehren geben die Empfehlung, dass der Rauchmelder einfach zu montieren sein sollte und eine mindestens dreijährige Garantie aufweist. Wichtige Informationen hierzu erhalten Sie auch bei den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen.

 

 

 

 

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