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Jahreswechsel 2017: Das ändert sich für Immobilienbesitzer im neuen Jahr

Welches Mitspracherecht hat der Vermieter?

Wie jedes Jahr gibt es zum Jahreswechsel wieder einige rechtliche Änderungen für Immobilienbesitzer. Diese betreffen beispielsweise die Rauchmelderpflicht, die Ökostrom-Umlage sowie Änderungen bei Heizungsanlagen und Elektrogeräten. Wir haben die wichtigsten Veränderungen für Sie zusammengestellt.

Rauchmelderpflicht

Für Rauchmeldeanlagen gibt es inzwischen im gesamten Bundesgebiet Vorschriften für Neu- und Bestandbauten. Ab dem 1. Januar 2017 müssen auch Neubauten in Berlin mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Für Bestandsgebäude gilt allerdings eine verlängerte Frist bis zum 1. Januar 2020. Im Saarland und in Nordrhein-Westfalen gilt diese Regelung seit Beginn des Jahres allerdings für neue und bestehende Gebäude.

 

Änderungen für Ökostrom-Erzeuger

Ab dem 1. Januar 2017 wird die Förderung von Ökostrom geändert. Durch die Reform des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) bekommen die Betreiber größerer Solaranlagen, Windparks oder von Biogas-Anlagen in Zukunft keine gesetzlich festgelegte Vergütung für eingespeisten Strom mehr. Das neue Verfahren sieht vor, dass stattdessen neue Projekte ausgeschrieben werden. Den Zuschlag erhält der Anbieter, der am wenigsten Subventionen pro Kilowattstunde Strom verlangt.

 

Ökostrom-Umlage und Netzentgelte

Zur Förderung von Strom aus Sonne und Windkraft müssen Verbraucher ab 2017 wieder tiefer in die Tasche greifen. Die EEG-Umlage wird von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde angehoben. Ebenfalls steigen werden die Netzentgelte. Wenn die Stromanbieter diese Steigerung an die Verbraucher weitergeben und die Strompreise anheben wollen, steht Kunden nach Angaben von Verbraucherzentrale meist ein Sonderkündigungsrecht zu oder sie können einen Tarif- oder Anbieterwechsel prüfen.

 

Heizungsanlagen

Laut der Verbraucherzentrale Brandenburg gibt es seit 2016 eine Energieeffizienz-Kennzeichnung für bestehende Heizungsgeräte. Ab 2017 seien die Bezirksschornsteinfeger verpflichtet, die noch nicht gekennzeichneten Geräte, nach Baujahren gestaffelt, ebenfalls zu beschildern.

 

Elektrogeräte

Entsprechend der EU-Ökodesign-Richtlinie dürfen ab September 2017 nur noch solche Staubsauger in den Handel gebracht werden, die eine maximale Leistung von 900 Watt haben. Dies ist am EU-Label auch daran zu erkennen, dass der jährliche Stromverbrauch maximal 43 Kilowattstunden betragen darf. Laut Tests der Stiftung Warentest geht der geringere Stromverbrauch nicht zulasten der Saugkraft.

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