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Mietverträge im Überblick

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Mietverträge regeln das Miteinander von Mieter und Vermieter. Doch mit den Mietverträgen ist es ähnlich wie mit dem Wohnungsmarkt. Sie sind oft unübersichtlich und kompliziert. Zudem gibt es verschiedene Arten, die je nach Ausgestaltung die Rechte von Mietern einschränken können. Und gerade deshalb sollte vor einer Unterschrift ein neuer Mietvertag genauestens geprüft werden.

Unbefristeter Mietvertrag

Dies ist der „normale Mietvertrag“. Dieser kann mündlich oder schriftlich abgeschlossen werden. Das Mietverhältnis läuft eine unbestimmte Zeit, das bedeutet, dass ein Vertragsende nicht vorgesehen ist. Für Mieter gilt eine Kündigungsfrist von ungefähr  drei Monaten. Möchte der Vermieter kündigen, so kann er das –je nach Wohndauer- mit einer Kündigungsfrist von drei bis neun Monaten tun. Hierfür muss er aber einen gesetzlich anerkannten Kündigungsgrund wie z.B. Eigenbedarf haben.

Befristeter Mietvertrag

Im befristeten Mietvertrag, auch „Zeitmietvertrag“ genannt,  wird im Gegensatz zum unbefristeten Mietvertrag das Vertrags- und Mietende von vornherein festgelegt. Im sogenannten Zeitmietvertrag muss bei Vertragsabschluss im Mietvertrag ein Befristungsgrund vereinbart werden. Befristungsgründe der Art können sein, dass z.B. nach der Vertragsdauer der Vermieter die Wohnung selbst benötigt oder dass umfangreiche Umbau- oder Abrissarbeiten vorgesehen sind, sodass die Räume nicht mehr bewohnbar sind. Liegt bei Vertragsende der Befristungsgrund noch vor,  muss der Mieter im Normalfall ausziehen. Während der Mietlaufzeit können Vermieter oder Mieter in der Regel nicht kündigen. Sonderkündigungsrecht seitens des Mieters besteht nur, wenn der Vermieter etwa eine Mieterhöhung oder eine Modernisierung ankündigt. Im Extremfall ist auch eine fristlose Kündigung möglich – allerdings nur bei schwersten Vertragsverletzungen. Allgemein gilt: Zeitmietvertrage müssen immer schriftlich abgeschlossen werden. Wenn die Schriftform nicht eingehalten wird, gilt der Mietvertrag als unbefristeter Vertrag.

Indexmiete

Bei der Indexmiete wird die Miete anhand des „Verbraucherpreisindex für Deutschland “ angepasst. Die Miete darf dabei ein Jahr nicht verändert werden. Möchte der Vermieter die Miete ändern, so kann dies nur schriftlich geltend gemacht werden. Während der Geltung einer Wertsicherungs- oder Indexklausel muss die Miete ein Jahr unverändert bleiben. Möglich sind dann nur noch Modernisierungserhöhungen oder Erhöhungen der Betriebskostenpauschalen.

| am 7. September 2012, 08:07 Uhr

[…] Mietverträge im Überblick Archive […]

| am 12. Oktober 2012, 09:44 Uhr

[…] wenn der Mangel nicht auf einem Fehlverhalten des Mieters beruht oder bereits bei Abschluss des Mietvertrags erkennbar […]

| am 28. Januar 2013, 15:30 Uhr

[…] offen zu gestalten, so dass der potentielle Mieter möglichst viel von sich erzählen kann. Der Vermieter kann so vorfühlen, ob der Interessent in die Hausgemeinschaft passt und ob die gewünschten […]

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