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Mit Haus oder ohne: Immobilien werten Erbschaften auf

Mietshaus kaufen

Wie eine Studie von Empirica zeigt, die im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) durchgeführt wurde, spielen Immobilien beim Erbe eine ganz wesentliche Rolle. Denn geht ein Haus oder eine Eigentumswohnung auf die Erben über, steigt der Wert der Erbschaft deutlich an, in den meisten Fällen sogar über 150.000 Euro. Dies liegt jedoch nicht nur am hohen Wert der Immobilie. Auch das Geldvermögen, das vererbt wird, liegt dann meist höher als bei immobilienlosem Erbe, welche laut Studie in jedem vierten Fall (24 Prozent) sogar nahezu „wertlos“ ist. Aktuell erhält lediglich jede zweite Erbschaft (46 Prozent) eine Immobilie. Ein möglicher Grund liegt wohl darin, dass in Deutschland traditionell mehr Immobilien gemietet als erworben werden.

Erbschaften versteuern

Wer eine Immobilie erbt, erhält jedoch nicht nur ein meist höherwertiges Erbe. In einigen Fällen sind sie zusätzlich von der Erbschaftssteuer befreit, nämlich dann, wenn der Erbe selbst innerhalb von sechs Monaten die Wohnung oder das Haus bezieht. Doch auch nach der Frist von sechs Monaten ist eine Befreiung von der Erbschaftssteuer möglich.

Die Höhe des Steuersatzes ist von der Steuerklasse der Erben abhängig und liegt zwischen sieben und 50 Prozent. Ehegatten, Lebenspartner und Kinder zahlen am wenigsten Steuern, am meisten müssen entfernte Verwandte oder Freunde aufbringen. Sowohl bei einer Erbschaft, als auch bei Schenkungen können jedoch Freibeträge genutzt werden, um die Steuerlast zu reduzieren. Im Jahr 2013 wurden insgesamt 30,5 Milliarden Euro vererbt, die der Erbschaftssteuer unterlagen. Für das Jahr 2015 prognostiziert die Postbank eine Erbmasse von 247 Milliarden Euro, die versteuert wird.

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