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Serie Vermieterrecht Teil 5: Teilerlass der Grundsteuer

KfW-Förderung

Die Grundsteuer ist eine Abgabe, die Eigentümer einer Immobilie zahlen müssen. Die Höhe berechnet sich nach dem Wert der Immobilie. Vermieten diese jedoch ihr Haus oder ihre Wohnung, dann haben sie unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf einen Teilerlass der Grundsteuer. So müssen Vermieter bei Leerstand oder ausbleibenden Mietzahlungen nicht die volle Grundsteuer zahlen. Um jedoch von dieser Steuerersparnis zu profitieren, gelten bestimmte Voraussetzungen. Für eigengenutzte Objekte kann generell kein Teilerlass der Grundsteuer beantragt werden. 

Ein Teilerlass der Grundsteuer erfolgt generell nur dann, wenn der Vermieter den Ertragsausfall nicht selbst verschuldet hat. Das wäre dann der Fall, wenn der Leerstand beispielsweise auf eine Kündigung des bestehenden Mietverhältnisses durch den Vermieter oder auf eine unrealistisch hohe Miete zurückzuführen ist. Der Fiskus prüft in der Regel genau nach, ob der Leerstand nicht durch den Vermieter selbst herbeigeführt wurde. Der Hauseigentümer sollte daher seine Vermietungsbemühungen, wie etwa die Beauftragung eines Maklers oder eine Anzeigenschaltung im Internet, im Zweifel nachweisen können. Darüber hinaus berechtigen auch außergewöhnliche Ereignisse wie Wohnungsbrände oder Wasserschäden, die zu Mietausfällen führen, zu einem Grundsteuererlass.

Der Antrag auf teilweisen Grundsteuererlass für das vergangene Jahr muss immer bis spätestens 31. März des Folgejahres gestellt werden. Für Anträge, die nach dieser Frist gestellt werden, haben Vermieter keinen Anspruch. Eingereicht werden kann der Antrag bei den Steuerämtern der Gemeinden und Städte. In den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sind dafür die örtlichen Finanzämter zuständig.

Grundsätzlich wird die Grundsteuer nie vollständig, sondern nur zu einem Teil erlassen. Die Höhe der Ermäßigung hängt dabei von der Höhe der Mietausfälle ab. Liegen die Mieteinnahmen aufgrund von Leerstand oder ausbleibenden Mietzahlungen um mehr als 50 Prozent unter dem ortsüblichen Ertragsniveau, so haben Vermieter einen Anspruch auf einen Grundsteuererlass von 25 Prozent. Entfallen die Mieteinnahmen vollständig, dann werden 50 Prozent der Grundsteuer erlassen.

| am 5. Dezember 2013, 12:05 Uhr

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| am 13. Dezember 2013, 07:03 Uhr

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