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Steuertipps: Mit Immobilien Steuern sparen – Teil 4

Investmentfonds – Teil 1

Der PATRIZIA Steuertipp Nr.4: Absetzbarkeit von Modernisierungs – oder Renovierungsmaßnahmen

Bis zu 1.200 Euro können bei der Steuererklärung im Rahmen von Handwerksleistungen abgesetzt werden. Werden Renovierungsarbeiten an der Fassade, Innen – und Außenwänden oder an den Bodenbelägen ausgeführt, so können diese abgesetzt werden. Auf diese Weise spart man doppelt: Energiekosten und Steuern. Reparaturen oder Modernisierungsmaßnahmen, die beispielsweise bei Bodenbelägen, Fenstern oder Türen von Handwerkern ausgeführt werden, sollten in der Steuererklärung angegeben sein. Wichtig ist, dass der Kunde eine offizielle Rechnung erhält und den ausstehenden Betrag auf das Betriebskonto des Handwerkers überweißt. Finger weg von Barzahlungen! Verbraucher sind dazu verpflichtet, Rechnungen von Handwerkern 2 Jahre aufzubewahren, um mögliche Fragen des Finanzamts zu erbrachten Leistungen beantworten zu können. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man einen Betrieb der Innung wählt. Kauft man das Material und führt die Renovierungsarbeiten eigenhändig durch, ist das nicht absetzbar.

Wie viel können Sie sparen?

Seit 2003 können Eigentümer sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen, wie Putzen oder Rasenmähen steuerlich geltend machen. Um dies auch für kompliziertere handwerkliche Arbeiten zu nutzen, gilt es alle Rechnungen zu sammeln: Steht eine Renovierung, Modernisierung oder Erhaltung an, kann man bis zu 20 Prozent des Handwerker–Lohns von maximal 6.000 Euro pro Jahr, das heißt bis zu 1.200 Euro, absetzen. Aber Achtung: Nur die Arbeitskosten, nicht aber die des Materials, schmälern die zu zahlende Steuerschuld. Die Rechnung sollte man sich genau aufschlüsseln lassen, denn es ist von Vorteil für den Eigentümer, wenn der Arbeitskostenanteil in der Rechnung hoch ist und das sollte klar nachvollziehbar sein.

Was es zu beachten gilt

Vorsicht: Rechnung stets genau kontrollieren! Der Bau eines Carports oder einer Garage gilt nicht als Modernisierungsmaßnahme und bringt somit keinen steuerlichen Vorteil. Der Beleg muss deutlich machen, dass es sich bei der erbrachten Dienstleistung um eine Reparatur, Sanierung oder Modernisierung gehandelt hat.

Laufende Wartungsarbeiten wie das Malern und Tapezieren der Immobilie sowie neue Einbaumöbel sind nicht steuerlich absetzbar. Lediglich umfassende Sanierungen verschaffen Vorteile, so z.B. Heizung, der Einbau neuer Fenster oder Wasser-, Gas- und Elektroinstallationen.

Entscheidend für eine steuerliche Absetzbarkeit ist auch der Zeitpunkt der Renovierung. Erwirbt man eine Immobilie und saniert diese zu schnell, sind die anfallenden Kosten nicht mehr automatisch steuerlich absetzbar. Diese Ausgaben, die als Instandsetzungen gelten, werden vom Finanzamt zu Herstellungskosten erklärt. Dadurch wird nur die Abschreibung für die Immobilie während der Restnutzungsdauer erhöht. Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen sollten sich über mehr als 3 Jahre strecken, oder nicht höher als 15 Prozent der Anschaffungskosten ausfallen.

Wie Sie zusätzlich mit Ihrer Immobilie Steuern sparen können, erfahren Sie unter den weiteren PATRIZIA Steuertipps:

Steuertipp Nr.1: Steuern sparen durch Fahrtkosten

Steuertipp Nr.2: Werbungskosten helfen beim Steuern sparen

Steuertipp Nr.3: Grundsteuererlass bei fehlenden oder geringen Mieteinnahmen

| am 23. November 2011, 15:59 Uhr

[…] Bestimmungen müssen genauso eingehalten werden wie die ordnungsgemäße Abrechnung der Betriebskosten. Auch eine regelmäßige Mietzahlung muss gewährleistet […]

| am 9. Dezember 2011, 09:24 Uhr

[…] (EEWärmeG) ist offiziell festgehalten, dass energieeffizientes Bauen oder Sanieren durch staatliche Fördermittel unterstützt wird. Zinsgünstige Darlehen können bei der […]

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