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Serie Vermieterrecht Teil 3: Was tun bei Schimmel?

Rücklagen für die Renovierung bilden

Es gibt zwei Ursachen für Schimmel in einer Wohnung. Entweder es liegt ein Baumangel vor oder der Mieter lüftet nicht richtig.

Falsches Lüften

Der Mieter hat die Pflicht „situationsgerecht“ zu Heizen und zu Lüften. Der Mangel ist in diesem Fall vom Mieter selbst zu beseitigen. Im schlimmsten Fall wird der Mietvertrag wegen falschem Wohnverhalten gekündigt. Vor Gericht kann es dazu kommen, dass der Mieter beweisen muss, dass der Schimmel nicht selbst verschuldet ist (zum Beispiel: durch zu wenig Lüften, Hydrokulturen, etc.).

Gesundheitsgefährdender Zustand

Die Wohnung (Mietsache) muss von Vermieter in einwandfreien Zustand übergeben werden. Problemzonen in der Wohnung (zum Beispiel: fehlende Isolierung) sollten aufgeschrieben und mit dem Mieter besprochen werden. 

Mietmangelanzeige

Hier gilt für den Mieter: Neben dem sofort angezeigten Mietmangel sollte dem Vermieter eine Frist zur Beseitigung gesetzt werden. Eine Mietminderung kann angekündigt und geltend gemacht werden. Angenommen die Abmahnung ist erfolglos und der Schimmelbefall ist sehr stark, kann auch fristlos gekündigt werden.

Hier gilt für den Vermieter: Sobald eine Mängelanzeige eines Mieters ankommt, sollte dieser schnell nachgegangen werden. Falls die Mängel vom Nutzer selbst verschuldet sind, kann dieser aufgefordert werden, das Problem zu beheben. Wenn der Anzeige die Grundlage fehlt, kann der Vermieter eine Minderung zurückweisen. Von Seitens des Vermieters, kann in diesem Fall eine Kündigung wegen vertragswidrigen Verhaltens ausgesprochen werden.

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