Trends & Tipps – Der Kapitalanleger- Blog der PATRIZIA

Was Käufer über die Grunderwerbssteuer wissen müssen

Taschenrechner_Renditeberechnung

Wer eine Immobilie kaufen will, muss neben dem Kaufpreis auch einige Kaufnebenkosten bezahlen. Einer der größten Posten ist die Grunderwerbssteuer. Sobald das Eigentum an einer Immobilie auf eine andere Person übergeht, fällt einmalig die Grunderwerbssteuer an. Bei einer normalen Wohnung kommen schnell mehrere tausend Euro zusammen. Neben dem Kauf einer Immobilie fällt diese Steuer aber auch in anderen Fällen an, beispielsweise bei Grundstücksteilungen, Grundstückstauschverträgen, Überlassungen oder in einem Zwangsversteigerungsverfahren. Die Grunderwerbssteuer berechnet sich aus zwei Faktoren.

Höhe der Grunderwerbssteuer

Als Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Grunderwerbssteuer dient der notariell beglaubigte Kaufpreis im Kaufvertrag. Diesen Kaufpreis multiplizieren die Finanzämter mit dem Grunderwerbssteuersatz. Seit 1. Januar 2006 ist die Höhe des Grunderwerbsteuersatzes Ländersache, weshalb die Steuersätze in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich hoch sind. Den niedrigsten Grunderwerbssteuersatz erheben Bayern und Sachsen. Dort müssen Immobilienkäufer jeweils 3,5 Prozent des Kaufpreises als Grunderwerbsteuer an das Finanzamt abführen. Den höchsten Grunderwerbssteuersatz von 6,5 Prozent müssen Immobilienkäufer in Schleswig-Holstein, Thüringen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und im Saarland bezahlen. Für ein Haus im Wert von 400.000 Euro müssten Immobilienkäufer in Thüringen 26.000 Euro, in Bayern dagegen nur 14.000 Euro Steuern zahlen.

Wann wird die Grunderwerbssteuer fällig?

Wer eine Immobilie kauft, sollte sich sehr schnell auf den Grunderwerbssteuerbescheid vom Finanzamt einstellen. Denn die Steuer ist sofort nach dem Kauf fällig. Wenn Käufer und Verkäufer den notariellen Kaufvertrag für die Immobilie oder das Grundstück unterzeichnet haben, informiert der Notar umgehend das Finanzamt. Daraufhin wird der Grunderwerbssteuerbescheid an den künftigen Eigentümer verschickt. Der Käufer muss die Rechnung dann innerhalb einer Frist von vier Wochen an das Finanzamt überweisen. Denn erst wenn der Betrag beglichen ist, erhält der Käufer vom Finanzamt eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung und kann sich damit als neuer Eigentümer ins Grundbuch eintragen lassen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Grunderwerbssteuer meist nicht von den Banken mitfinanziert wird. Immobilienkäufer müssen sie also aus der eigenen Tasche bezahlen.

 

 

Schreiben Sie einen Kommentar. Diskutieren Sie mit!