Trends & Tipps – Der Kapitalanleger- Blog der PATRIZIA

Welche Immobilien eignen sich als Kapitalanlage?

Checkliste Wohnungskauf

Wenn die Finanzierung keine Rolle spielt, sondern die Rendite im Vordergrund steht, kommen verschiedene Kategorien von Immobilien in Frage. Wer seine Rendite langfristig erwirtschaften will, sollte die möglichen Risiken – wie Leerstand, Sonderumlagen für Sanierungen, Streits mit den Mietern, mögliche Baumängel oder Wertverlust – beachten.

Vermietete Wohnungen und Häuser als Kapitalanlage

Der wichtigste Vorteil von vermieteten Wohnungen und Häuser ist, dass man sofort sieht, was man kauft. Aus den Protokollen der Eigentümerversammlungen kann man entnehmen, ob Sanierungen in der Wohnanlage anstehen oder wo es evtl. Probleme gibt. Vom Verkäufer kann man Auskunft über den Mieter bekommen und dieser wiederum kann Auskunft über evtl. Mängel in der Wohnung geben. Diesen Vorteilen stehen aber auch Nachteile gegenüber. Beispielsweise steigt die Rendite einer vermieteten Wohnung nur langsam über einen längeren Zeitraum an. Die anfängliche Rendite von drei bis vier Prozent sinkt durch die Erwerbsnebenkosten und die nicht umlagefähigen Betriebskosten. Und je höher die Arbeitslosigkeit und Fluktuation in einer Region, desto höher ist das Leerstandrisiko. Vermietete Wohnungen – und auch Studentenappartements – sind als reine Kapitalanlage dann interessant, wenn sich der Verwaltungsaufwand in Grenzen hält und die Rendite stimmt.

Denkmalgeschützte Immobilien

Denkmalimmobilien sind vorrangig wegen ihres Steuerspareffekts und weniger wegen der Rendite, die über die Miete erwirtschaftet wird, attraktiv. Deshalb sind sie nur für Anleger mit hohem Einkommen interessant. Wenn die steuerliche Förderung nach zwölf Jahren ausläuft, besitzen sie meist eine niedrigere Rendite als herkömmliche Wohnimmobilien. Aus diesem Grund sind die klassischen Kriterien wie Lage und Standort besonders wichtig.

Seniorenwohnungen und Pflegeappartements

Marktbeobachtungen zeigen, dass die Renditen bei Pflegeappartements höher liegen als bei anderen Wohnimmobilien. Berücksichtigt man noch den geringen Verwaltungsaufwand, scheinen Pflegeimmobilien für Anleger besonders attraktiv. Dabei gilt allerdings zu beachten, dass es sich bei Pflegeimmobilien um Spezialimmobilien handelt, die besonderes Know-How erfordern. Seniorenwohnungen weisen zwar geringere Renditen auf, sind aber deshalb attraktiv, da Senioren meistens sehr zuverlässige Mieter sind.

Geschlossene oder offene Immobilienfonds

Die höchsten Renditen können Kapitalanleger mit Immobilienfonds erzielen. Meist wird ein Mindestkapitaleinsatz von 10.000 pro Fonds gefordert. Mit Immobilienfonds können Anleger ihr Kapital breit streuen. Geschlossene Fonds sehen feste Laufzeiten vor, an deren Ende die Immobilie weiterveräußert wird. Offene Fonds kann man dagegen nach einer Mindesthaltedauer kündigen und aussteigen. Im Vergleich sind die Risiken hier allerdings höher als beim Direkterwerb einer Immobilie. Diese Anlageform eignet sich deshalb vor allem für risikobewusste Anleger.

 

 

 

| am 25. September 2017, 12:06 Uhr

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