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Die Grundschuld: Verschiedene Arten der Darlehensabsicherung

10Rechte und pflichten von eigentuemergemeinschaften

Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist festgelegt, welchen Zweck die Grundschuld erfüllt. Sie soll den Darlehensgeber in der Höhe der bestehenden Darlehensverbindlichkeiten absichern für den Fall, das der Darlehensnehmer seinen Kredit gegenüber der finanzierenden Bank nicht mehr zurückzahlen kann. Die Grundschuld weist dabei, je nachdem wofür und für wen sie bestellt wurde, unterschiedliche Varianten auf. Eine Eintragung ins Grundbuch ist jedoch Pflicht.

Die Sicherungsgrundschuld sichert die Forderung des Kreditgebers

Die sogenannte Sicherungsgrundschuld stellt die am häufigsten verwendete Variante dar. Sie dient der Absicherung einer finanziellen Forderung durch den Kreditgeber, beispielsweise einer Bank oder Bausparkasse. Sie wurde nach der Diskussion vor einigen Jahren über den Verkauf von Krediten neu eingeführt. Diese neue Form der Grundschuld sichert dem Kreditnehmer einen besseren Schutz gegenüber einem möglichen Käufer der Grundschuld.

Die isolierte Grundschuld kann bei Bedarf aktiviert werden

Eine eher selten gewählte Form ist die sogenannte isolierte Grundschuld. Sie spielt in der Praxis nur eine geringe Rolle, denn sie sichert keine Forderungen eines Kreditgebers ab, kann jedoch bei Bedarf aktiviert werden. Ebenfalls zur Kategorie der isolierten Grundschuld gehört die Eigentümergrundschuld, die zugunsten des Eigentümers bestellt wird. Sie kann beispielsweise dann gewählt werden, wenn eine bestimmte Rangstelle zu wahren ist und die Grundschuld später unter Beibehaltung dieser Rangstelle abgetreten werden soll. Auch dann, wenn eine Bank die Grundschuld nach vollständiger Tilgung des abgesicherten Darlehens an den Eigentümer abtritt, kann eine Eigentümergrundschuld eingetragen werden.

Die Gesamtgrundschuld: Sicherheit durch mehrere Objekte

Für den Fall, dass mehrere Immobilienobjekte als Sicherheit dienen, gibt es die sogenannte Gesamtgrundschuld. Durch sie wird es dem Darlehensnehmer ermöglicht, bei Bedarf immer wieder eine höhere Darlehenssumme vom Finanzierungspartner zu bekommen. Die als Sicherheit benannten Objekte müssen nicht unbedingt nur dem Darlehensnehmer gehören. Auch andere Personen, Familienmitglieder oder Freunde, können durch dieses Instrument den Kreditnehmer durch die Mitbelastung der eigenen Immobilien unterstützen. Falls der Kreditnehmer sein Darlehen nicht zurückbezahlt, kann der Kreditgeber eine der mitbelasteten Immobilien verwerten.

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