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Löschungsbewilligung: Soll man eine Grundschuld löschen lassen oder nicht?

Urbaner Wohnungsbau weicht in die Höhe aus

Ist nach vielen Jahren das Hypothekendarlehen zur Finanzierung der eigenen vier Wände abbezahlt, ist die Freude beim nun schuldenfreien Immobilienbesitzer groß. Da die finanzierende Bank somit keine Ansprüche mehr hat, besteht die Möglichkeit, im Grundbuch die auf ihren Namen eingetragene Grundschuld löschen zu lassen. Dazu braucht es eine Löschungsbewilligung von der Bank, mit der dann ein Notar die Löschung in die Wege leitet. Dieser Schritt sollte jedoch wohl überlegt sein, denn nicht immer ist eine Löschung der Grundschuld sinnvoll.

Löschung einer Grundschuld nur mit Löschungsbewilligung

Eine Löschung der Grundschuld ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn die Immobilie verkauft werden soll. Denn Käufer möchten keine belasteten Immobilien erwerben, sondern nur solche, deren Grundbucheintrag „sauber“ ist. In manchen Fällen existiert jedoch noch ein sogenannter Grundschuldbrief, der ebenfalls beim Kreditgeber liegt. Auch dieser muss dem Notar vorgelegt werden. Geht der Grundschuldbrief aus irgendeinem Grund verloren, kann der Eigentümer seine Grundschuld nur durch ein komplexes und teures Gerichtsverfahren löschen lassen.

Bestehende Grundschuld für spätere Renovierung nutzen

Wer seine Immobilie selbst bewohnt, muss die Grundschuld nicht unbedingt löschen lassen. Denn es gibt Situationen, in denen es vorteilhaft ist, noch einen entsprechenden Eintrag im Grundbuch zu haben. Wer beispielsweise für eine spätere Renovierung einen Kredit aufnehmen möchte, kann die noch eingetragene Grundschuld als Sicherheit anbieten. Zudem entstehen dem Immobilienbesitzer durch eine Löschung auch Nachteile in Form von Kosten.

Was die Löschung der Grundschuld kostet

Durch die Löschung einer Grundschuld entstehen Kosten in Form von Gebühren des Notars und des Grundbuchamts. Der Gebührensatz hängt von der Höhe der Grundschuld ab und beträgt in der Regel 0,2 Prozent der eingetragenen Grundschuld für den Notar und 0,2 Prozent für das Grundbuchamt. Liegt die Grundschuld bei 300.000 Euro, bekommen Notar und Grundbuchamt jeweils 600 Euro. Die Gesamtkosten für die Löschung liegen somit bei 1200 Euro.

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