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Mehr als Karneval und Kölsch

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Köln ist nicht nur eine der vier deutschen Millionenstädte, sondern auch eine lebenswerte Stadt, die schon immer Menschen aus aller Welt anzog. Als Heinrich Heine das „Wintermärchen“ über seine Deutschlandreise schrieb, machte er auch Halt in Köln. Und lieferte in seinen Versen so manches Schlagwort, das man auch mehr als 150 Jahre später noch mit Köln verbindet: Vom „Rheinfluss“ ist die Rede und vom „Rheinwein“, der wie „Gold im grünen Römerglas glänzt“. Selbstverständlich auch vom Dom, dem „kolossalen Gesellen“, der zu Heines Zeiten noch gar nicht fertiggestellt war.

Dennoch war der Dom schon damals das Ziel vieler Reisender und Pilger, die an den Gebeinen der Heiligen Drei Könige beten und das gigantische Bauwerk bewundern wollten. Wäre Heine ein Biertrinker gewesen, dann hätte wohl anstelle von Rheinwein Kölsch in seinem Glas geschäumt. Und wäre er statt im Winter im Frühling durch die deutschen Städte gereist, dann hätte er, statt nachts allein durch Kölner Gassen zu irren, das bunte Treiben an Karneval miterlebt und wohl etwas andere Verse über die schöne Stadt am Rhein verfasst. In der „fünften Jahreszeit“ geht es nämlich nirgendwo so ausgelassen zu wie in der Rheinmetropole. Für viele Kölner sind die närrischen Tage vor dem Aschermittwoch die schönste Zeit des Jahres. Hier vergisst man alle Unterschiede und schunkelt gemeinsam durchs schier grenzenlose Vergnügen. „Bierernst“ kann man die Kölner Mentalität aber auch in der restlichen Zeit des Jahres nicht nennen. Vielmehr sind die Stadt und ihre Bewohner für ihre weltoffene und lässige Art bekannt. 

Dem mächtigen Wasserarm des Rheins hat die Stadt seit jeher viel zu verdanken – kein Wunder, dass die Kölner ihren „Rhing“ lieben. Als Erholungsgebiet vor den Toren der Stadt lädt der Naturpark Rheinland auf über 1.000 Quadratkilometern zum Wandern, Entspannen und Genießen ein. Der Rhein brachte schon die Römer dazu, sich in seinen Ufern anzusiedeln. Im Jahr 50 nach Christus erhielt die Siedlung von den Römern Stadtrechte und wurde „Coloniae“, also Kolonie, genannt – bis zum heutigen Stadtnamen Köln war es kein weiter Weg mehr.

Die größte Stadt Nordrhein-Westfalens hat neben Dom, Karneval und Rhein noch einiges mehr zu bieten. Ihre Bewohner sind stolz auf die über 2.000 Jahre alte Geschichte und Tradition Kölns. Die Stadt profitierte von ihrer günstigen Lage am Rhein und war eine bedeutende Handels- und Handwerksmetropole. Auch heute kann man in Köln noch erstklassig shoppen gehen. Die Hohe Straße und die Schildergasse gehören zu Deutschlands beliebtesten Einkaufsmeilen. Darüber hinaus ist Köln ein bedeutender deutscher Wirtschaftsstandort. Vor allem die Medienbranche ist präsent: Viele Fernseh- und Radiosender, Verlage, Filmstudios und Computerspielehersteller haben ihren Hauptniederlassung in der Domstadt. Zudem ist die Stadt Sitz mehrerer Hochschulen und Gastgeberin einiger bedeutender Messen, so etwa der Art Cologne, der gamesconn oder der Photokina. 

Die wirtschaftliche Stärke der Stadt und ihr positives Image wirken sich auch auf den Wohnungsmarkt aus: Die Nachfrage nach Wohnraum ist hoch, das Angebot dagegen knapp, so dass Mieten und Preise in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind. Nach aktuellen Prognosen wird bis 2025 die Einwohnerzahl der Domstadt weiter ansteigen – und damit die Wohnungsnachfrage konstant auf hohem Niveau verharren.

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