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Sonder- und Gemeinschaftseigentum: Worin liegt der Unterschied?

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Viele Deutsche erfüllen sich derzeit den Traum von den eigenen vier Wänden. Fällt die Wahl auf eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus, müssen sich Immobilienkäufer mit der Definition von Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum beschäftigen. Aber was genau hat es mit diesen Begriffen eigentlich auf sich?

Gemeinschaftseigentum: tragende Wände, Decken und das Dach

Jeder frischgebackene Eigentümer wird mit dem Kauf einer Wohnung Mitglied der sogenannten Eigentümergemeinschaft. Sie kümmert sich um sämtliche Belange, die das Gemeinschaftseigentum betreffen. Dazu zählen das Grundstück selbst sowie alle Teile des Gebäudes, die für den Bestand und die Sicherheit notwendig sind. Im Einzelnen sind das beispielsweise tragende Wände und Decken oder das Dach. Aber auch die Außenfassade der Immobilie gehört zum Gemeinschaftseigentum. Darunter fallen der Außenanstrich des Balkons oder auch die Fenster und Fensterrahmen. Anlagen, die von allen Eigentümern der Immobilie genutzt werden, zählen ebenfalls zum Gemeinschaftseigentum. Dies gilt für den Fahrstuhl und das Treppenhaus ebenso wie für die Sprechanlagen oder die Versorgungsleitungen für Wasser, Gas, Strom, Telefon und Heizung bis zum Eintritt in die Wohnung. Unter Sondereigentum wiederum wird alles verstanden, was kein gemeinschaftliches Eigentum ist – in erster Linie also die Eigentumswohnung selbst inklusive Innenputz, Innentüren und nicht tragende Wände.

Kostenumlegung bei Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum

Für sämtliche Instandhaltungsmaßnahmen, die das Sondereigentum betreffen, muss der Wohnungseigentümer selbst aufkommen. Anders beim Gemeinschaftseigentum: Hier entscheidet die Eigentümergemeinschaft gemeinsam über die jeweiligen Maßnahmen. Die anfallenden Kosten werden auf alle Eigentümer entsprechend des Eigentumsanteils umgelegt. Unter Umständen ist dies mit einer hohen Kostenbelastung verbunden – dementsprechend hoch ist auch das Konfliktpotenzial in einer Eigentümergemeinschaft. Umso wichtiger ist es, sich gerade bei Grenzfällen genau damit zu befassen, welche Gebäudeteile dem Sondereigentum und welche dem Gemeinschaftseigentum zugerechnet werden.

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