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Vermieter dürfen bei Schäden sofort Geld verlangen

Außenwände und Fenster gehören zum Gemeinschaftseigentum

In bestimmten Schadensfällen kann ein Vermieter nach dem Auszug des Mieters Anspruch auf sofortigen Schadenersatz für die Mängel geltend machen. Bei Schönheitsreparaturen müssen dem Mieter jedoch bestimmte Fristen zur Behebung der Mängel eingeräumt werden. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem aktuellen Urteil (VIII ZR 157/17) in Karlsruhe.

Mieter zur schonenden Behandlung von Räumen verpflichtet

Das Gericht betonte, dass ein Mieter die Verpflichtung habe, die Wohnung pfleglich und schonend zu behandeln. Handelt der Mieter gegen diesen Grundsatz, könne der Vermieter bei bestimmten Beschädigungen sofort Schadensersatz in Form einer Geldleistung verlangen. Er muss dazu vorab auch keine Frist zur Beseitigung gesetzt haben. Fristen zur Nachbesserung müssen Vermieter laut des Urteils jedoch bei bloßen Schönheitsreparaturen einräumen.

Schadensersatz für den Vermieter

In dem verhandelten Fall war ein ehemaliger Mieter aus Bayern mit einer Klage vor dem Landgericht Schweinfurt gescheitert. Die vom Vermieter beanstandeten Schäden in der Wohnung waren ungepflegte Badezimmerarmaturen, ein Lackschaden an einem Heizkörper, Schimmelbefall an einigen Stellen der Wände und ein vorangegangener Mietausfall. Der Mieter lehnte die finanziellen Forderungen seines früheren Vermieters ab. Das Gericht sprach dem Vermieter jedoch 5.171 Euro plus Zinsen zu.

 

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