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Der Kapitalanleger- Blog der PATRIZIA

Wohnriester: Mehr Flexibilität ab 2014

Altersvorsorge mit Immobilien

Eigenheim statt Rentenfonds und Lebensversicherungspolicen – das ist derzeit das Motto bei der privaten Altersvorsorge. Während die Zahl der Riester-Rentenverträge 2013 rückläufig war, erfreute sich die Wohnriester Förderung zunehmender Beliebtheit. Ab Januar 2014 profitieren die „Immobiliensparer“ zudem von einigen Änderungen bei der
Eigenheimrente.

Im Rahmen des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes wurden gleich mehrere Neuerungen für Wohnriester-Kunden beschlossen. Wichtigstes Ziel dabei war, das Fördermodell flexibler und verständlicher zu gestalten. So kann künftig bereits in der Ansparphase jederzeit Geld aus dem Sparvertrag entnommen werden, um Immobilienschulden zu tilgen ohne die staatliche Förderung zu verlieren. Das war bisher nur bei sogenannten Kombiverträgen möglich. Auch die Modalitäten zur Kapitalentnahme
sind flexibler. Bislang durften Sparer nur bis zu 75 Prozent oder die gesamte Summe aus dem Riester-Vertrag entnehmen. Ab Januar 2014 können nun Teilbeträge in Höhe von 3000 Euro oder mehr entnommen werden. Bedingung für eine weitere Förderung ist nur, dass mindestens 3000 Euro als Kapitalstock im Sparplan verbleiben.

Einen weiteren Beitrag zur Vereinfachung der Wohnriester-Förderung leistet folgende Änderung: Bislang konnten Käufer die Wohnriester-Förderung nur nutzen, wenn sie die Immobilie nach dem 1. Januar 2008 erworben haben. Dieser Stichtag entfällt nun. Ab 2014 können auch Eigentümer von Bestandsimmobilien profitieren. Ein älterer Immobilienerwerb ist nun ebenfalls förderfähig, vorausgesetzt es wurden noch nicht alle Darlehen abbezahlt. Die betroffene Käufergruppe kann in Zukunft Vermögen aus bestehenden Riester Produkten wie Bank- oder Fondsparplänen zur Entschuldung einer
begünstigten Immobilie entnehmen.

Ein zusätzliches Plus der neuen Regelung ist die Förderung von Umbaumaßnamen für ein barrierefreies Wohnen im Alter. Künftig soll es für Sparer leichter werden, Guthaben aus der Riester Förderung für einen alters- oder behindertengerechten Umbau zu nutzen. Dabei kann der Wohnriester-Kunde in den ersten drei Jahren nach Erwerb einer Immobilie einen Betrag von mindestens 6.000 Euro in den Umbau investieren. Liegt der Erwerb länger zurück erhöht sich der Mindestbetrag auf 20.000 Euro. Um die Förderung zu erhalten, muss wenigstens die Hälfte des entnommenen Betrags für Umbauten verwendet werden, die den Vorgaben für barrierefreies Bauen nach der Norm DIN 18040-2 entsprechen. Auch das übrige Kapital muss zur Beseitigung von Barrieren eingesetzt werden. Beide Maßnahmen bedürfen jedoch der Überprüfung und Genehmigung durch einen Gutachter.

Auch die Regelungen für einen Umzug wurden flexibler gestaltet. Ab 2014 dürfen Zulagenberechtigte bei einem Wohnungswechsel ihre Riester Förderung mitnehmen. Das heißt, der Sparer kann in eine neue, selbst genutzte Immobilie einen Betrag investieren, der mindestens dem Betrag auf dem sogenannten Wohnförderkonto entspricht. Für zusätzliche Flexibilität sorgt außerdem die Verlängerung der Reinvestitionsfrist auf fünf
Jahre. Somit können sich Wohnriester-Kunden bei der Entscheidung für eine  Immobilie am neuen Wohnort mehr Zeit lassen

Mit Wohn-Riester schneller in die eigenen vier Wände

Vor-und Nachteiöe von Wohnriester

 

 

 

| am 8. Januar 2014, 11:18 Uhr

zweiter kommentar, cooler Blog!

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